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Sachsen-Anhalt
Von Generation zu Generation PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht in Weltanschauung am 15. Dezember 2011

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Weihnachtlich geschmückt ist der Saal in Sachsen-Anhalt an diesem Tage. Äpfel und Nüsse, Tannenbaum und Julbogen, dazu der Duft von Grünkohl, Plätzchen und frischem Kaffee, der die Anwesenden umgibt. Wenngleich das Wetter derzeit wenig weihnachtlich gestimmt zu sein scheint, hier drinnen umgibt den Anwesenden ein heimisches Gefühl tiefer weihnachtlicher Besinnlichkeit. Fast schon im Gegensatz dazu erklingen die klar gefassten, tiefgründigen Worte des Vortragenden. Erfahrungen aus einem über 80jährigen Leben, eindringliche Ermahnungen, aber auch Richtigstellungen. Die Zuhörer lauschen gebannt, dazwischen Kinderstimmen, die hier Niemanden stören. Die Gemeinschaft sitzt zusammen. Zusammen wie jeher - und doch anders!

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Damals wie heute - Rebellion! PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht in Weltanschauung am 16. Juni 2011

Der 17. Juni 1953 in Barleben / Sachsen-Anhalt

Solidarität war das Motto des 17. Juni 1953. Solidarität zeigten auch die Einwohner und Arbeiter im Ort Barleben (nördlich Magdeburgs) an diesem Tag. Bereits am Morgen zu Schichtbeginn hatten sie von den Ereignissen in Berlin und den spontanen Arbeitsniederlegungen in Magdeburg gehört. Sofort fanden sich auch in den größeren Betrieben des Ortes (allen voran im Elektromotorenwerk Barleben) Deutsche, die das Anliegen ihrer Landsleute auf gleiche Art zu unterstützen gedachten: Um 10 Uhr streiken bereits über 200 Beschäftigte. Als die Rebellierenden durch den Ort Richtung Magdeburg ziehen, schließen sich immer mehr Barleber und Arbeiter weiterer Betriebe an. Der Zug schwillt auf über 500 Leute.

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Das Dorfgemeinschaftshaus PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht in Weltanschauung am 12. Juni 2011

Irgendwo in Mitteldeutschland...

Es ist der Stolz des Dorfes. Schön hergerichtet und stets in Schuss gehalten steht es da. Seit Jahren bildet es den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Treibens in der über 800 Jahre alten Gemeinde – einem Dorf wie so viele andere auch. Beständig anzuschauen, und doch gibt ein genauerer Blick Auskunft über Bevorstehendes, ja über Unvorstellbares.

So lange scheint es den heute hier Anwesenden noch gar nicht her zu sein, wenngleich es zwischenzeitlich schon über 20 Jahre sind. Hier spielten einst die Jüngsten der kleinen Gemeinschaft. Mit der Abdankung des Regimes kam aber auch schnell das Aus für den örtlichen Kindergarten. Mit ihm ging so Vieles und kam über die Jahre nie zurück. Heute treffen sie sich hier, die Alten und Grauen. Mithin zu geselligen Nachmittagen aber zumeist ist die Runde doch am größten wenn nach Beerdigungen Kaffee ausgeschenkt und Kuchen gegessen wird – so wie es immer gehandhabt wurde. Zurück erinnert man sich hier gern, an schönere Zeiten, an zusammen Erlebtes und Geschaffenes. Doch Gedanken sind Schall und Rauch zugleich...

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Frühlingserwachen… PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht in Weltanschauung am 06. Mai 2011

Gedankengänge eines jungen Aktivisten

Freilich, es ward an der Zeit für die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, für das erste frische Grün und leuchtendes, vielfarbiges Wachstum in den Beeten der Vorgärten. Die Straßen meiner Stadt scheinen zu neuem Leben erweckt, wie in jedem Frühjahr…

Doch irgendwas fehlt in diesem Jahr; ist es tatsächlich so, oder liegt es an der durch die letzten Monate geprägten grauen, gedankenverschwommenen Betrachtungsweise, deren Voreingenommenheit meine Sinne bestimmt? Ich setze meinen Weg fort, vorbei an einer Gruppe quakender Rentner, deren Anwesenheit einmal mehr das Bild meiner Stadt bestimmt. Vorbei an den deutschen und vietnamesischen Geschäftsbetreibern, deren Umsatz wieder einmal auf sich warten lässt. Eine Frau, einen sehr krank aussehenden Rollstuhlfahrer schiebend, quert meinen Weg. Vorbei an einer verlogen grinsenden Visage; im Straßendreck liegt wohl eines der letzten noch nicht beseitigten Wahlplakate. Meine Gedanken notieren dies alles nur am Rande, während der Frühlingssonne hellste Strahlen mich nicht zu wärmen vermögen.

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Eine fast vergessene Tragödie PDF Drucken E-Mail
Veröffentlicht in Weltanschauung am 12. April 2011

Zeitreisen: Die letzte Fahrt des Luftschiffs 19

Fast 100 Jahre her: Der Erste Weltkrieg ist in vollem Gange, verfahren scheint die Situation vor allem an der Westfront. Und doch gibt es vielversprechende Operationen die den Feind zermürben und zur Kapitulation zwingen sollen.

Am 31. Januar 1916 folgen so neun deutsche Luftschiffe ihrem Befehl, einen Angriff auf Süd- und Mittelengland durchzuführen. Damalige Angriffe verbreiteten weniger Terror und Zerstörung, sorgten aber für eine enorme Verunsicherung bei der Zivilbevölkerung und banden eine enorme Anzahl gegnerischer Militärkräfte. Nicht anders ist die Gesamtzahl der im Ersten Weltkrieg durch Luftangriffe Getöteten von etwa 500 Menschen zu bewerten.

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